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Blackberry stellt Entwicklung eigener Smartphones ein

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Das Ende eines traditionsreichen Handy-Herstellers – zumindest was die Smartphone-Produktion angeht. Obwohl Blackberry dank der außergewöhnlichen Modelle mit echter Tastatur immer noch auf eine eingeschworene Fangruppe bauen kann, haben die Verkaufszahlen der neuen Blackberry-Modelle wohl nicht ausgereicht. Denn Blackberry hat bekanntgegeben, dass man in Zukunft keine eigenen Smartphones mehr entwickeln wird. Gänzlich aus dem Hardware-Geschäft zurückziehen wollen sich die Kanadier aber nicht. Stattdessen setzen sie nun verstärkt auf die Zuarbeit von und Zusammenarbeit mit Partnern.

Strategischer Kurwechsel

Im Rahmen der Verkündung des Finanzberichts für das zweite Geschäftsquartal 2017 hat Blackberry einen strategischen Kurswechsel bekanntgegeben. Denn auch wenn die Zahlen beim Verkauf von Software sich verbessert haben, schwächeln die Verkaufszahlen der Smartphones weiterhin. Daher zieht das Unternehmen nun einen Schlussstrich unter die Smartphone-Entwicklung. Neue Blackberrys aus eigenem Hause und eigener Entwicklung wird es in Zukunft also nicht mehr geben. Stattdessen will sich der Konzern auf den Vertrieb seiner Software konzentrieren und diese anderen Unternehmen und Partnern, z.B. einem indonesischen Mobilfunk-Gemeinschaftsunternehmen, zur Lizenzierung anbieten.
CEO John Chen wird in der in der Ankündigung wie folgt zitiert: “Das Unternehmen plant, jedwede interne Hardware-Entwicklung einzustellen, und wird diese Funktion an seine Partner auslagern. Dieser Schritt erlaubt es uns, Investitionen zu reduzieren und in die Gewinnzone zurückzukehren.” Dieser Schritt hatte sich bereits in den vergangenen Monaten angekündigt. Denn das im Sommer veröffentlichte DTEK50 sowie auch das noch erscheinende DTEK60 sind keine Blackberry-Eigenentwicklungen. Stattdessen basieren sie auf den Idol-4-Geräten von Alcatel. Damit ist auch klar, dass es Modelle wie das Blackberry Priv in Zukunft nicht mehr geben wird. Stattdessen wird das bei seinen Fans so beliebte Logo des Konzerns Blackberry nur noch auf lizensierten Geräten zu finden sein.

Langsam, aber sicher in die Krise

In den vergangenen Jahren hatte Blackberry immer mehr unter schwachen Verkaufszahlen zu leiden. Konnte der Konzern früher mit seinen Geräten mit der vollwertigen Tastatur als Alleinstellungsmerkmal einen beachtlichen Marktanteil besetzen, haben Android-Smartphones und Apples iPhone Blackberry schon lange den Rang abgelaufen und die Kundschaft genommen. So lag der Marktanteil von Blackberry-Geräte zuletzt auf einem Niveau von rund 0,1 Prozent. Auch die mit Android statt Blackberry OS 10 ausgelieferten Modelle Priv und DTEK50 konnten den Untergang von Blackberrys Smartphone-Sparte nicht verhindern, verfehlten die selbst gesteckten Ziele von 5 Millionen verkauften Geräten offenbar deutlich.

Vor 439 Tagen